Erstellt von joerg | Kategorie: Neues von Gildentreffen, Private Eye | Veröffentlicht am: 09-11-2009
Schlagwörter:Agent, Detektiv, Fischer, Geheimdienst, Hafen, Kneipe, Private Eye, Subjekte
- Fall: Randall – Subjekte
- Fall: Randall – Das Zielgebiet
- Private Eye – PBEM Teil 1
- Private Eye – PBEM Teil 2
- Private Eye – PBEM Teil 3
Geheimer Sicherheitsdienst ihrer Majestät Königin Viktoria
AGENT: Ian Aycak FALL: GB-Randall-1007
Bericht zum Zielgebiet
26. Juni 1885: Ich bin in Bloomsfield angekommen. Laut Plan müssten die Subjekte im Laufe des morgigen Tages ankommen. Die letzte telegraphische Nachricht meiner Informanten besagt:
1885/06/26 03:17p.m. ---------------------------------------------------------------- Mr Gray hat Sarg aufgegeben ... STOP hat Schlafplatz für Nachtzug gebucht ... STOP Ankunft 06/27 11:55 a.m. ... STOP Mr. Nathan Scaife ordert Raucher-Abteil für 4 Personen ... STOP Ankunft 06/27 05:15p.m. ... STOP Viel Erfolg Mr. Ayack! ----------------------------------------------------------------
… soviel unnötiger Text und Namen. Sobald ich wieder zurück in London bin, muss ich ihm erst einmal auf die Vorschriften bzgl. der Chiffrierung von sensiblen Informationen zitieren. Außerdem sage ich immer, “Ein kurzes Telegramm ist ein billiges Telegramm, hebt euch die Wörter für eure Berichte auf.” Aber ich schweife ab …
Da die bisherigen Vorbereitungen davon aus gehen, dass sich die Subjekte hier in diesem Fischerdorf begegnen werden und eine Überfahrt zum Zielgebiet nicht vor übermorgen geplant ist, beziehe ich meine Unterkunft. Ein Fischer names Carson Tolley, dessen Boot erst vor einigen Tagen aus dem Hafen spurlos verschwunden ist, gewährt mir für die kommenden beiden Nächte ein Bett. Für einige Pfund will er sich auch darum bemühen, dass einer seiner Kollegen die Subjekte ins Zielgebiet bringt und dass ich zwischen der Ladung unbemerkt übersetzen kann.
An dieser Stelle die Fakten zum Zielgebiet:
------------------------ RANDALL ISLAND ------------------------
LAGE: 16 Seemeilen südlich von Bloomsfield
ÜBERFAHRT ~ 45min per Boot
GRÖßE: 8 x 8 Meilen
BESCHAFFENHEIT: flacher Küstenstreifen,
hügeliges Hinterland,
an der Ost-Seite hohe Felsenklippen
BESONDERHEITEN: seit ca. 200 Jahren verlassen Dorf im Norden,
Castle-Anlage der Fam. Randall auf der SO-Landzunge,
kleiner Hafen in der Bucht unterhalb des Castle
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27. Juni 1885: Mein Gastgeber hat mir versichert, dass er alles in die Wege geleitet hat. Ich harre nun meiner Dinge und warte auf die Ankunft der Subjekte. Zur morgendlichen Stund begebe ich mich in die einzigste Kneipe und Unterkunft in diesem beschaulichen Dörfchen, dem “Fisherman’s Inn”. Zur Deckung gebe ich mich als Reporter der Cornwell Gazette aus und freunde mich mit den anwesenden Seemännern bei einigen Schluck furchtbar billigen Fusels an. Sie erwähnen, dass in den vergangenen Tagen bereits mehrere Angehörige der Familie Randall angekommen seien und ins Zielgebiet über gesetzt hätten. Aus ihrer Abneigung zu diesen Personen machen sie kein Geheimnis.
Gegen Mittag trifft wie erwartet Mr. Gray als einer der ersten Subjekte ein. Er nimmt sich wie angenommen ein Zimmer im Inn, in dem auch die gegen Nachmittag eintreffenden Personen um Mr. Scaife eine Unterkunft suchen werden. Mit selbigen Zug triff auch Mr. MacGallen ein, welcher wie im vorherigen Bericht erwähnt bereits eine Bekanntschaft zum Bürgermeister unterhält.
Ich begebe mich in den Abendstunden mit meinen “Fischer-Freunden” zurück in das Inn. Wie es der Zufall und einige Pfund so wollten, bleibe ich zwischen ihnen den Abend über unbemerkt. Subjekt 4, Sir McRidley, verhandelt mit einem der Fischer über eine Überfahrt. Überrascht und doch amüsiert war ich, als mein Gastgeber mir auf dem Heimweg erzählte, dass Sir McRidley 3 Pfund und 3 Schilling geblecht hätte, was mir einiges über die Heimtücke der Seemänner verriet, mit der sie Städter über den Tisch zogen. Eines kann man ihm aber nicht verwehren, er hat es ihnen zumindest mit einer Flasche wirklichen billigen Whiskys zurückgezahlt.
Hiermit schließe ich den Bericht und begebe mich zur Nachtruhe, da das Boot bereits zeitig am Morgen auf die Überfahrt wartet.
